Beziehungen zu Deutschland
Beziehungen zu Deutschland
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Stand: März 2011
Politische Beziehungen
Deutschland zählt neben der Russischen Föderation, China, der Türkei und den USA zu den bevorzugten Partnern Turkmenistans. Die politischen Beziehungen sind freundschaftlich und werden zunehmend ausgebaut. Im November 2008 hielt sich Staatspräsident Berdimuhamedow zu einem offiziellen Besuch in Deutschland auf. Im Februar 2011 wurden zum ersten Mal politische Konsultationen durchgeführt.
Wirtschaftliche Beziehungen
Die wirtschaftlichen Beziehungen sind gut, aber weiter ausbaufähig. Turkmenistan ist ein Land mit hohem Potenzial. Deutschland ist zweitgrößter Außenhandelspartner innerhalb der Europäischen Union; insbesondere im Technologie- und Automobil-Sektor sind deutsche Produkte sehr geschätzt.
Im Bereich der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit gibt es Regionalprojekte, an denen Turkmenistan teilnimmt.
Der bilaterale Handel mit Turkmenistan belief sich 2010 auf 326,8 Mio. EUR und im Jahr 2009 auf rund 294 Mio. EUR. Die Zahlen im Einzelnen:
- Einfuhr aus Turkmenistan im Jahr 2010: 69,9 Mio. EUR; (2009: 39 Mio. EUR)
- Ausfuhr nach Turkmenistan 2010: 256,9 Mio. EUR (2009: 255 Mio. EUR)
- 2009 lag Turkmenistan nach Kasachstan (3,69 Mrd. EUR) und Usbekistan (354 Mio. EUR) mit 281 Mio. EUR an 3. Stelle im Umsatz der zentralasiatischen Staaten mit Deutschland. Der Umsatz mit Turkmenistan ist der einzige in Zentralasien, der zugenommen hat.
Rund 100 Projekte mit deutschen Investitionen bzw. Partnern sind in Turkmenistan registriert.
Die deutsche Wirtschaft ist in Turkmenistan mit über 50 Firmen vertreten (davon 18 Firmen mit Niederlassungen oder deutschen Repräsentanten), u.a. sind Wintershall und RWE vor Ort.
Am 18.01.2011 fand die zweite Sitzung der deutsch-turkmenischen Regierungsarbeitsgruppe „Wirtschaft und Handel“ in Berlin statt.
Es bestehen folgende bilaterale Abkommen:
- Luftverkehrs-Abkommen vom 19.02.2001
- Investitionsschutz- und -förderungsabkommen vom 19.02.2001
- Doppelbesteuerungsabkommen vom 24.11.1981 (Fortgeltung), zur Zeit unter Revision
Es gibt einen Delegierten der deutschen Wirtschaft für Zentralasien mit Sitz in Almaty (Kasachstan).
Deutschland hat mit Turkmenistan ein bilaterales Managerfortbildungs-Programm begonnen. Danach werden pro Jahr jeweils rund 30 Personen nach Deutschland eingeladen.
Kulturelle Beziehungen
Grundlage der deutsch-turkmenischen Kulturbeziehungen ist das Kulturabkommen, das 2002 in Kraft getreten ist. Seit dem Amtsantritt von Staatspräsident Berdimuhamedow öffnet sich Turkmenistan nach und nach auch für kulturellen Austausch. An Stipendienangeboten des DAAD besteht reges Interesse, in Turkmenistan arbeiten zwei vom DAAD entsandte Lektoren. 2009 konnte die erste turkmenische Partnerschule für das weltweite Netzwerk „Schulen: Partner der Zukunft“ gewonnen werden. Ende 2010 fanden in Turkmenistan „Deutschland-Tage“ statt, eine Veranstaltungsreihe von Konzerten und Ausstellungen mit Deutschlandbezug.
Hinweis